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Süßkirsche (Prunus avium), Rosaceae


Biologie und Wuchseigenschaften: Süßkirschen sind selbstunfruchtbar und bilden Intersterilitätsgruppen (Gruppenunfruchtbarkeit). Mit Ausnahme weniger Sorten zeigen sie geringe Alternanzneigung. Ihr Wurzelsystem ist tief und ausgebreitet. Die Bäume erreichen eine Höhe von 15 - 25 m und bilden auf guten Böden große, hohe, ausladende Kronen aus. Sie werden auch in Intensivanlagen meist auf Hoch- (Halb-) Stämmen gepflanzt, da schwach wachsende Unterlagen sich in der Praxis noch nicht durchgesetzt haben. Die Zweige sind steif abstehend und aufwärts gerichtet und relativ gering schnittbedürftig, da die Kronen nach vier bis fünf Jahren weitgehend selbst reguliert werden. Lebensdauer (auf Vogelkirschen-Sämling): 45 -60 Jahre.

Substrat- und Klimaansprüche: Im Hinblick auf die Bodenverhältnisse besteht eine große ökologische Anbaubreite. Sofern ausreichend Wasser und Nährstoffe verfügbar sind, stehen Kirschen auch auf Böden, die aus Keupermergel,  Kalklehm oder Geschiebemergel hervorgegangen sind und sogar auf mittelgründigen, mäßig trockenen Böden. Unabdingbar für ihr Gedeihen ist gute Bodendurchlüftung. Auf wechselfeuchten, zu Nässe neigenden und kalten Böden werden Triebwachstum und Fruchtentwicklung beeinträchtigt. Kirschen sind kalkhold. Sie besitzen hohe Spätfrostempfindlichkeit der Blüten und besondere Empfindlichkeit gegenüber kaltluftgefährdeten Lagen. Temperaturen unter -20°C können Frostschäden am Holz verursachen. Bei Strahlungswetterlagen und Schneedecke besteht die Gefahr von Stammrissen. In windstillen Lagen werden sie gebietsweise stark durch die Kirschfruchtfliege befallen. Brennkirschen sind i.d.R. härter und unempfindlicher als Tafelkirschen. Sie sind Zufallssämlinge, die vermutlich unter Mitwirkung von Wildkirschen aus Tafelsorten entstanden sind. In größeren Beständen kommen Süßkirschen in Bayern bis in Höhen von ca. 600 m ü. NN vor.

Habitatwichtige Eigenschaften und landschaftliche Einbindung: Höhlen werden erst spät und in geringem Umfang ausgebildet. Kirschen haben eine glatte Rinde und sind eine gute Bienenweide.

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