MollebuschVom französischen „Mouille bouche“, d. h. „Mund benetzend“ = Mundnetz(birne), leitet sich der Name der früher äußerst beliebten, sehr ertragssicheren Birne ab.

Bereits 1908 als „Wahre Mollebusch. (Fränkische Lokalsorte)“ erwähnt, liegt ihre wahre Herkunft im Dunkeln.

Der Name oder Beiname Mouille bouche bzw. Mundnetzbirne kommt in der Pomologie mehreren historische Sorten zu. Auf die „Wahre Mollebusch“ passt jedoch keine der alten Beschreibungen.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Sorte wegen ihrer Güte weit über ihre vermutliche unterfränkische Heimat hinaus in ganz Süddeutschland verbreitet.


Die kugelförmige, trübgrüne Birne besitzt auffällig große Lentizellen, Sie hat ein wenig attraktives Aussehen, ist jedoch als Tafelbirne sehr wohlschmeckend. Auch als Einmachbirne besitzt sie eine hervorragende Eignung.

Von der Reife Ende September an hält sie sich cirka vier Wochen. Die stark wachsende Birne bildet hohe, mächtige, gesunde und frostharte Bäume. Problematisch ist ihre sehr hohe Anfälligkeit für Feuerbrand, einer sehr gefährlichen Bakterienkrankheit. Auch die häufiger vorkommenden Steinzellen im Fruchtfleisch beeinträchtigen den Genuss merklich.


Die anspruchslose Sorte trug auch im schwachen Birnenjahr 2008 relativ oft und viel. In Franken sind Altbäume dieser Sorte noch weit verbreitet.

Bis weit nach dem Zweiten Weltkrieg spielte sie für den Erwerbsobstbau noch eine herausragende Rolle. Den dramatischen „sozialen“ Abstieg der früheren Tafelbirne glossiert der Name „Hoserbirn“ (= Hasenbirne als Hasenfutter), den ein Baumbesitzer vor einigen Jahren nannte.

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