JonathanDie alte amerikanische Sorte wurde um 1800 als Sämling der Sorte „Esopus Spitzenberg“ auf einer Farm in Kingston, New York, gefunden.Sie hieß auch King Philip oder Ulster Seedling.

Durchgesetzt hat sich diese Sorte aber erst, als Richter Buel sie von einem Jonathan Hasbrouck bekommen hatte, ihm zu Ehren benannte und erstmals beschrieb.

Um 1880 wurde sie in Europa eingeführt und kam wie ein Star zu großen Ehren. Wegen seiner roten Farbe und des langen Stiels schmückte er die Weihnachtsbäume.

Vielleicht profitierte sie auch von der Ausstrahlung des legendären „Goldenen Westens und des Onkels aus Amerika“. Auch der hebräische Name Jo = Jachwe =Gott, Nathan = hat gegeben, also Jonathan = Gottes Gabe, könnte als „nomen est omen“ gedeutet werden. Jedenfalls wurde der „Jonathan“ bis in unsere Zeit Stammvater vieler Züchtungen: Jonathan Watson, Jona-gold, Jona-gored. Auch in Idared, Red Delicious, Akane, Florina und vielen anderen mit langen Stielen fließt sein Blut.


Die Sorte ist breit anbaufähig, trägt früh, regelmäßig und reichlich. Zur Aromabildung braucht sie aber warme Standorte, etwa Südlagen und nicht zu feuchten Boden. Sie ist ein guter Pollenspender, wenig anfällig für Schorf, aber stark für Feuerbrand und Mehltau. Letztere Krankheit lässt sich aber verhältnismäßig leicht – wie die sortentypische Dünntriebigkeit – durch einen fachgerechten Schnitt bekämpfen.


Die Früchte sind mittelgroß und meist vollständig mit roter Deckfarbe überzogen. Deswegen  wurden die langstieligen Früchte früher als „rote Christbaumkugeln“ verwendet.

Kleine schwarze Flecken auf der Schale sind harmlose, sortentypische „Jonathan spots“. Diese wie aufgespritzten Stellen können ohne Bedenken gegessen werden und beeinträchtigen den Geschmack nicht. Das Fruchtfleisch schmeckt saftig, harmonisch mit angenehm weinigem Zuckergeschmack.
Die Bäume wachsen nur schwach bis mittelstark. Die hängende Zweige geben dem Baum zusammen mit der graugrünen Belaubung ein typisches Aussehen.


Die Pflückreife liegt etwa Ende September bis Anfang Oktober. Ab November sind die Früchte genussreif und bis März lagerfähig.


Der „Jonathan“ war jahrzehntelang eine der wichtigsten, begehrten Handelssorten. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts ging seine Verbreitung rapide zurück, weil er mit neueren Sorten, zum Teil seinen Abkömmlingen, wegen zu geringer Fruchtgröße und Mehltauanfälligkeit nicht mithalten konnte.

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