Jakob LebelDie Sorte wurde um 1825 als Zufallssämling in Amiens in Nordfrankreich von Jacques Lebel gefunden. Eingedeutscht heißt dieser Name: Jakob Lebel.

Bei der Kartierung 2007 in Uengershausen und Margetshöchheim tauchte Jakob Lebel neunmal auf, was auf die frühere Beliebtheit hindeutet. Die Sorte zählte - neben Bohnapfel und Ontario - zu den drei Reichsobstsorten, die 1922 als wirtschaftlich wichtig empfohlen wurden.

Der Schweizer Name „Chüechliapfel“ verrät etwas über seine Stärke und den Grund der Beliebtheit: Begehrt von Bäckereien galt er als der Backapfel schlechthin. Er eignet sich aber auch gut für gedörrte Apfelringe und zum Frischverzehr für Liebhaber von leicht säuerlichen, später mürbe werdenden Äpfeln.


Typisch für die Früchte ist die breitkugelige Form mit einem oft knubbeligen Stiel. Auf der Stielseite finden sich fast immer auffällige, blutrote Streifen. Die Kelchgrube ist nur flach und der Kelch meist geschlossen. Auf dem Lager werden die Äpfel auffällig fettig.


Pflückreif sind die Früchte Mitte September. Wegen ihres sehr kurzen Stieles drücken sie sich oft vor der Reife ab. Auch der einsetzende Fruchtfall sollte nicht dazu verführen, sie zu ernten, sondern sie mehrmals durchzupflücken. Eine späte Ernte erzielt eine wesentlich bessere Qualität. Genussreif sind die Früchte von Oktober bis Dezember.


Das Fruchtfleisch ist feinzellig, saftig, wie schon erwähnt, leicht säuerlich, später mürbe.
Bei feuchten schweren Böden sind die Bäume etwas anfällig für Krebs, die Früchte für Schorf und Stippe. Als triploide Sorte ist „Jakob Lebel“ ein schlechter Pollenspender. Wegen seiner Unemfpindlichkeit für Mehltau kommt er auch gut mit rauen Lagen zurecht.

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