RöhrlesbirneBereits in der „Pomona Franconica“ des fürstbischöflichen Hofgärtners Mayer  ist diese alte unterfränkische Lokalsorte abgebildet und als „sehr gemein und beliebt wegen ihrer Nüzlichkeit und Fruchtbarkeit“ erwähnt. Noch im 19. Jahrhundert wurde sie oft angebaut und als unterfränkische „Nationalfrucht“ bezeichnet.


Die Röhrlesbirne gehört zur Gruppe der sogenannten Winter-Kochbirnen. Solche haltbare Birnen für den Winter waren in früheren Zeiten sehr geschätzt und begehrt. Sie wurden nur für Küchenzwecke kultiviert und waren nie zum Frischessen gedacht.

Wegen der geänderten Ernährungsgewohnheiten und der ständigen Verfügbarkeit von Birnen finden sich heute gerade in dieser Gruppe sehr viele verschollene Sorten.
Bis vor kurzem galt die Röhrlesbirne wie die Mehrzahl der Mayerschen Obstsorten als ausgestorben. In Uengershausen konnte im Jahr 2007 im Rahmen der Sortenkartierung im Landkreis Würzburg zwei mächtige, teils bereits abgängige Altbäume aufgefunden werden.Ortsansässige kannten sogar noch den alten Namen dieser wohl weit über 200 Jahre alten Frucht.


Um die Sorte zu erhalten, sollen in den nächsten Jahren wieder Jungbäume herangezogen werden und an mehreren Standorten angepflanzt werden. Falls weitere Bäume der Röhrlesbirne bekannt sind, sollten die Standorte unbedingt an das Landratsamt gemeldet werden.

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